Live aus dem Rantgebiet

Akt Neun - Ein Gigoldenes Zeitalter bricht an

Nachdem wir vor kurzem in Akt Acht noch über die vier Reiter gesprochen haben und damit in aller Munde waren, gehen wir heute zu Akt Neun über und sehen uns gemeinsam mit euch das neue Gigoldene Zeitalter an. Aber was ist dieses Zeitalter überhaupt?

Es ist eine Epoche, in der “Ich habe keine Lust, das zu widerlegen” plötzlich als Argument durchgeht. Wie praktisch!

Da wird erst großspurig erklärt, man ignoriere etwas “jetzt einfach”, weil man sich mit “steilen Behauptungen”, “gefühlten Wahrheiten” und “Überheblichkeit” selbstverständlich nicht aufhalten möchte. Und damit wäre die Sache dann auch geklärt. Nicht etwa, weil die Behauptungen widerlegt wurden. Nicht, weil die Argumentation sachlich auseinandergenommen wurde. Sondern weil der Autor offenbar beschlossen hat, dass seine persönliche Lustkurve jetzt die höchste Instanz der Erkenntnistheorie ist.

Das ist schon eine bemerkenswerte Form eines Diskurses im Internet: “Ich könnte das widerlegen, aber ich habe keine Lust.”

Großartig. Wir könnten auch behaupten, wir seien Großmeister im Schach, aber haben keine Lust, eine Partie zu spielen. Der entscheidende Unterschied ist: In beiden Fällen hat danach niemand etwas gelernt. Besonders putzig wird es bei der Behauptung, man würde das “vielleicht noch in einem Kommentar auseinandernehmen”. Vielleicht. Irgendwie. Irgendwo. Irgendwann. Theoretisch. Unter geeigneten atmosphärischen Bedingungen. Nur jetzt eben nicht. Das ist argumentativ ungefähr so belastbar wie ein leeres Blatt Papier mit der Aufschrift “Widerlegung folgt”.

Und natürlich darf dabei der unvermeidliche Vorwurf der “gefühlten Wahrheiten” nicht fehlen. Ein ausgesprochen mutiger Vorwurf von jemandem, der selbst keine einzige konkrete Gegenargumentation liefert. Und dann kommt der Höhepunkt: Der “ach so schlimme Satz” wurde gelöscht, damit ihn “niemand mehr falsch verstehen kann”. Mit Sicherheit wurde dieser Satz bestimmt schon von gewissen Bloggern rechtssicher gespeichert.

Wenn ein Satz missverständlich ist, kann man ihn erklären. Wenn er falsch ist, kann man ihn korrigieren. Wenn man zu der Erkenntnis gelangt, dass die eigene Formulierung problematisch war, kann man das offen sagen. Oder man löscht ihn einfach und erklärt anschließend, die anderen hätten ihn nur falsch verstanden.

Und dann folgt zum Ende noch die Aussage, dass man jetzt “rausgeht Gras anfassen”. Das ist vermutlich die literarisch anspruchsvollste Umschreibung für “Ich beende die Diskussion, bevor ich tatsächlich argumentieren muss”, die man sich ausdenken konnte.

Ein Rückzug mit Konfetti.

Kleiner Tipp für die Rückkehr: Bring bitte ein Argument mit. Ein gutes reicht fürs Erste.

Akt Acht - eine Trilogie des Versagens

Kennt ihr eigentlich den Film “Die Unfassbaren”? Dort werden die vier Protagonisten stets als “die vier Reiter” angekündigt. Etwas Ähnliches käme für uns auch infrage, aber da gibt es ein Problem: Wir sind viel mehr als vier. Und wir sind keine Reiter. Aber was wir auf jeden Fall nicht sind: acht von zehn.

Vielen wird gerade die letzte Referenz in der Welt der Blogs böse aufstoßen. Aber warum ist das so? Ist es, weil eine Person sich in der Freizeit umschaut und feststellt, dass bei 8 von 10 geprüften Blogs die neuesten drei Artikel durch eine AI generiert wurden? Nein. Es sind viel mehr unsere Freunde, denen so einiges Böse aufstößt.

Unser guter Freund schreibt ganze vier Absätze, aber vergisst den eigentlichen Inhalt. Der Text performt exakt das Verhalten, über das man sich in selbigem beschwert. Das ist nicht einmal subtil ironisch, sondern schon fast unfreiwillige Selbstparodie.

Ich nutze keine KI, ich lese keine KI-Blogs, also ist die Sache für mich erledigt.

Das ist schön. Wirklich. Aber nur für dich. Für die Debatte ist der Post ungefähr so relevant wie die Information, dass wir heute keine Gurken gekauft haben.

Noch hübscher wird es bei der Behauptung, KI könne niemals etwas in Richtung Empfindung mitteilen. Denn offenbar ist inzwischen nicht mehr entscheidend, ob ein Text Empfindung sprachlich ausdrücken kann, sondern ob sein Produzent beim Schreiben gleichzeitig selbst traurig war. Das wäre für Literatur eine interessante neue Regel.
Shakespeare hätte demnach vermutlich erst einmal nachweisen müssen, dass er persönlich alle beschriebenen historischen Ereignisse erlebt hat. Tolkien hätte Elbisch sein müssen. Krimiautoren müssten nachweisen, dass sie mindestens einen Mord begangen haben. Und wer über einen Sonnenuntergang schreibt, braucht vorher eine beglaubigte Erklärung der zuständigen Sonne.

Auch bei einem anderen Freund herrscht Alarmstufe Bloggerrot.

Nein, keine Angst, ich schreibe da nichts weiter zu

Das ist eine tolle Aussage. Ein gar wunderbarer Einstieg. Man erwartet beinahe, dass jetzt tatsächlich nichts mehr kommt. Aber wenn jemand einen Beitrag mit “Ich schreibe da nichts weiter zu” beginnt, kann man sich immer sicher sein, dass jetzt erst einmal erklärt wird, warum man selbstverständlich doch etwas dazu zu sagen hat. Das Ganze ist ungefähr so, als würde man nach einem Fußballspiel aus einem Stadion gehen und sich anschließend darüber auslassen, wie peinlich es doch ist, dass Menschen immer noch ins Stadion gehen und Fußball gucken.

Gut ist es vor allem, dass man sich nicht mehr aktiv an der Verfolgung der Diskussion beteiligt. Das ist digitale Selbstfürsorge mit eingebautem Triumphgefühl. Wir finden das vollkommen legitim, denn wir können auch beschließen, keine Kochblogs mehr zu lesen, weil uns Menschen nerven, die 8 Absätze über ihre Kindheit in der Provence schreiben, bevor endlich das Rezept für Kartoffelsalat kommt. Aber daraus folgt nicht, dass Kartoffelsalat wissenschaftlich widerlegt wurde.

Diese ständige Überhöhung der eigenen Meinung, der penetrant erhobene Zeigefinger, nervt nur noch.

Das ist herrlich. Da wären wir wieder bei der unfreiwilligen Selbstparodie. Dabei schreibt der Autor selbst in einem Kommentar: “Es könnte soooo einfach sein”. Ja, könnte es, wenn man es sich nicht selbst schwer machen würde.

Und dann ist da noch der Oldtimer, der mehr als 1000 Wörter vor sich hin schreibt und sich fragt, ob das Genöle irgendwann aufhört. Während die eigene Schreibmaschine noch glüht liest man den Text und spürt förmlich, wie sich die eine oder andere Schreibmaschine ehrfürchtig verneigt. Aber anstatt jetzt eine Schweigeminute einzulegen, beginnen wir abschließend noch das eigentliche Meisterwerk:

Vorhang auf. Die große Show beginnt.

Trotz der ganzen Aufregung bleibt unser Held ruhig und macht aus seiner Haltung gegenüber den Leuten mit einer anderen Haltung einen Blogbeitrag. Großartig. Das ist wie ein Veganer, der einen 10-teiligen Essay darüber schreibt, dass Fleischesser wirklich mal aufhören sollten, ständig über Fleisch zu reden. Leider hat unser Held “halt nicht so hohe Ansprüche wie andere”. Schon gar nicht an sich selbst.
Das merkt man. Und das ist vermutlich auch der einzige Moment, in dem der Text wirklich authentisch wird, denn plötzlich fällt die ganze Fassade und die finale Selbstzerlegung ist komplett.

Applaus hallt durch den Saal, während das Saallicht langsam wieder heller wird und die Vorstellung offiziell beendet wird.

Und nachdem Akt Acht eigentlich beendet war, gesellte sich noch ein weiterer Ritter pünktlich zur Aftershowparty dazu.

Ich habe keine Lust, mich dafür zu rechtfertigen

Es ist wieder faszinierend, wie auch hier der Blogbeitrag damit beginnt, dass man eigentlich keine Lust hat, sich zu rechtfertigen. Und obwohl niemand gefragt hat, erstellt man lieber erst einmal einen ganzen Blogbeitrag voller Unlust, der sich am Ende wieder im Kreis dreht. Das hat schon fast etwas von Kabarett. Dabei war die Vorstellung doch gerade schon vorbei. Besonders schön wird es, wenn erklärt wird, dass die eigene Haltung bereits mehrfach in anderen Beiträgen erklärt wurde. Hervorragend! Dann ist die Sache ja geklärt. Aber nein, dem ist scheinbar nicht so.

Ein Lichtblick: Der Autor hat nicht vor, seinen Blog dauernd mit KI-Diskussionen zu füllen. Warum auch diskutieren, denn die KI ist ja sowieso nur ein Werkzeug.
Und ein Feuerlöscher ist schließlich auch nur ein Gartenschlauch mit Karriereambitionen.

Selbstviktimisierung - Ein neuer Trend?

Ach herrje. In letzter Zeit ist es um die Knallchargen im Internet so ruhig geworden, dass bei so manch einem ein virtueller Strohballen durch den Feed Reader gerollt ist. Aber warum eigentlich? Ein guter Freund von uns hat dem Ganzen jetzt einen Namen gegeben. Blog-Blockade. Aber ist es wirklich nur eine Blockade oder steckt eigentlich viel mehr dahinter?

Wenn man so recht darüber nachdenkt, könnte dieses ganze “Lasst mich in Ruhe, aber ich schreibe jetzt noch fünf Absätze darüber, wie sehr mich alles nicht interessiert” auch eine eigene Kunstform sein. Passiv-aggressives Tagebuchschreiben auf dem Niveau der Champions-League. Die Mischung aus “Ich will das Thema abschließen” und “Ich erkläre euch nochmal ausführlich, warum ich recht habe” ist schon lange kein Widerspruch mehr, sondern eine Performance, an die nicht einmal so mancher Musiker herankommt.

Man könnte meinen, es ginge hier um die Umbenennung eines Planeten und nicht um ein bisschen weniger Lust aufs Bloggen. Und dann wird das Ding auch noch verteidigt wie ein Doktortitel: “Nennt es doch, wie ihr wollt!” (aber wehe, ihr nennt es anders).

Da hat der Blogger von Welt es einfach nicht leicht. Man ist erschöpft, überfordert und vom Geschehen komplett niedergerungen, aber gleichzeitig schreibt man einfach fleißig weiter. Immer. Egal was passiert. Trotz “Blog-Blockade”, oder wie auch immer ihr es nennen wollt. Wahrscheinlich tippt er sogar während eines Vulkanausbruchs stoisch weiter an seinem nächsten Blogpost. Genau jetzt in diesem Moment, bis die “Wirren”, die lieber anonym bleiben wollen, aus dem Dickicht hervorspringen und wieder alles durch den Dreck ziehen.

Ergibt total Sinn. Die Logik ist einfach mal eben im Feed Reader verloren gegangen.

Und dann ist da noch diese dramatische Selbsterkenntnis: “Diese dämlichen Einlassungen haben mehr mit mir gemacht, als ich dachte.” Ach was. Wirklich? Menschen reagieren emotional auf Kritik im Internet? Das ist ja völlig neu. Schnell jemand informieren, das könnte die Forschung revolutionieren. Und am Ende kommt natürlich noch das große, trotzig hingeworfene “Ich mache einfach weiter!”, als hätte irgendjemand aktiv versucht, das zu verhindern. Diese heroische Trotzpose, als würde hier ein einsamer Blogger gegen eine tobende Meute ankämpfen, während in Wirklichkeit wahrscheinlich drei Leute genervt die Augen verdreht haben.

Das Ganze ist nicht mehr als viel Drama, viel Selbstviktimisierung, ein bisschen Internetmüdigkeit und eine erstaunliche Menge Energie dafür, etwas “abschließen” zu wollen, das offensichtlich noch sehr, sehr offen ist. Wir drehen uns im Kreis. Das ganze wird immer so weitergehen, ob es uns nun passt oder nicht.

Die Mär des weißen Ritters

“Es war einmal ein edler weißer Ritter, welcher seine holde Maid bewahren will, angesichts jeglicher Widrigkeiten.” So oder ähnlich könnte ein Märchen beginnen.

Es gibt auch in der heutigen Zeit Menschen, welche glauben, als Ritter in strahlender Rüstung, ihrer angebeteten Maid zu Hilfe eilen zu müssen. Diese modernen weißen Ritter schlagen Schlachten, ungeachtet jeglicher Vernunft, nur um ihrem selbst auferlegten hehren Ziel zu folgen.

Überall im Internet finden wir sie, stets auf der Lauer liegend, um ihre Angebetete vor Unheil zu bewahren. Sie lassen keine Kritik an ihr zu und wissen stets andere zu belehren. Sie ziehen teils uninformiert in die Schlacht, ohne zu wissen, was wirklich vor sich geht und ob sie ein wirklich hehres Ziel verfolgen. Sie setzen stets voraus, dass sich jeder regelmäßig über die noch so kleinste Information zu ihrer Angebeteten informiert hat und man sie nur auf Grundlage dieser Nichtigkeiten kritisiert oder auf diese reduziert.

Immer wieder werden Worte oder Phrasen in einen negativen Kontext gerückt, nur damit man beweisen kann, dass das virtuelle Gegenüber die Ausgeburt des Bösen ist. Es gibt Menschen, welche Phrasen wie “man wolle nicht mehr fett sein” direkt als Bodyshaming abtun. Und wo wir gerade dabei sind: Wie kann es sein, dass man Ärzten, welche Probleme von massivem Übergewicht ansprechen, direkt Fehler vorwirft, nur weil sie wissenschaftliche Fakten nennen? Hier ein sehr prominentes Beispiel dafür.

Aber das Schlimmste ist, dass fast nie der Kontext von Aussagen berücksichtigt wird. So treten die weißen Ritter immer dann in Erscheinung, wenn eine Diskussion bereits im Gange ist, haben aber nicht einmal die Ausgangsposition der Diskussion gelesen, wodurch ihnen selbst der Kontext fehlt. Darauf angesprochen verfallen sie stets in eine Schockstarre und beharren auf ihren Argumenten, welche nichts mit dem ursprünglichen Kontext zu tun haben. Sogar noch schlimmer: Sie bündeln mehrere Aussagen, von welchen eine belanglose vielleicht kritikwürdig wäre, nur um die restlichen Aussagen mitdiskreditieren zu wollen.

Oft folgen auf solche Diskussionen Blockierungen, Ausgrenzungen und man wird direkt in Schubladen gesteckt. Wir würden behaupten, dass die meisten, die immer davon sprechen, dass man in einen Diskurs gehen muss, gar kein wirkliches Interesse an Diskursen haben, sondern nur lautstark ihren Senf dazugeben wollen. Sie kommen auch meist nicht allein, nein, sie rotten sich zu Rudeln zusammen und versuchen mit geballter verbaler Gewalt, “das Böse” zu bannen und ihrer holden Maid den Rücken zu stärken. Ihr seid nicht die Ritter in glänzender Rüstung, für die ihr euch haltet. Nein, ihr seid Heuchler, welche sich von ihrem Handeln lediglich versprechen, im Ansehen bei ihrer selbst erwählten holden Maid zu steigen. Ein einfach nur widerliches Geifern nach Aufmerksamkeit.

Können die Menschen nicht mehr normal diskutieren und dabei Meinungen austauschen, ohne direkt Feindbilder zu schaffen? Es ist erschreckend, wie sehr dadurch teils wirklich versucht wird, die Meinungsfreiheit zu beschneiden, da man dann andere Meinungen nicht mehr zulässt. Ich rede hier nicht von der Unterdrückung der Meinungsfreiheit oder von Zensur, wie sie immer wieder von Rechten propagiert wird, nur weil sie Kritik wegen haltloser und menschenverachtender Aussagen bekommen.

Zum Schluss möchten wir noch etwas aus einem Song der Band “The Ink Spots” zitieren: “I don’t want to set the world on fire, I just want to start a flame in your heart”.

Das Internet ist für uns alle Neuland

Für alle? Nein. Es gibt für alles Ausnahmen. Aber es gibt auch Menschen, für die wird das Internet immer ein Ort bleiben, an dem sie jeden Tag neue Dinge entdecken, weil sie miesepetrig mit Alzheimer ähnlichen Symptomen durchs Internet surfen und vergessen, was sie eigentlich selbst von sich geben. Aber wen “kümmerlets” schon.

Seit einigen Wochen tummeln sich jetzt die bösen Buben durch die weite Welt der Blogs und verbreiten frohlockende Botschaften.
Fälschlicherweise auch als virtuelle Schlägertrupps betitelt, ziehen sie von Blog zu Blog und machen das, was ihr Blogger euch erhofft. Lesen.

Dabei werden wir nicht nur mit Humbug und Firlefanz konfrontiert, sondern stoßen auch auf den ein oder anderen edlen Ritter, der den eifrigen Spießgesellen auf die Pfoten haut und sich am großen Kessel der Weisheit bereichern möchte.

Und das Ganze nur, weil es sich die bösen Buben gewagt haben, am 1. April ihre Hilfe anzubieten. Da wird nicht nur der Hund in der Pfanne verrückt, sondern auch der Inhalt direkt #rechtssicher_gespeichert. Ein Schelm, wer denkt, dass es sich um einen Aprilscherz handelt. Das ist so harter Tobak, dass selbst der uhligste Blogger dabei müde wird. Aber nein, wir wollen euch nicht müde machen. Ehrlich nicht.

Während die einen mittlerweile wohl eingeschlafen sind, sitzt der Adel flanierend vor der Leinwand und genießt die Show. Dabei sind wir noch in der Pre-Show und der Vorhang hat sich noch gar nicht für den Hauptfilm geöffnet.

Von der RANTfigur zum bRANTmeister

Blogger müssen alle ihre Brötchen verdienen. Deshalb wird Rantgebiet in Zukunft monetarisiert. Wie es sich aber für uns gehört, werden wir selbstverständlich keine Banner einbinden oder euch den nächsten HOLY-Deal andrehen. Nein, wir bieten in Zukunft Blogger-Beratung an.

Du kennst es doch auch! Dein Einsatz beim Bloggen wird von niemandem gewürdigt? Wir schaffen Abhilfe. Mit unseren Masterclasses ist dein Blog stets on the Edge. Du wirst nie wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Unsere Webinare umfassen folgende Masterclasses

  • Don’t become an Erklärbär!
  • Gehe ich zu einem Kampf mit den virtuellen Schlägertrupps mit einem Blog oder doch lieber mit Gehirn?
  • Bloggen ohne Burnout und KI
  • Ideenfindung ohne die eigene Echo-Kammer (Forum, Webringe, und andere Safe Spaces)
  • Kreiswichsen für Anfänger mit Anleitung zum gegenseitigen Pushen der Besucherzahlen durch RANTposts

Kein aufwendiges Posten deiner Links in Foren, keine nutzlosen Links zu anderen Web- und Blogringen mehr, nur für drei bis vier Leser mehr am Tag, während der Großteil noch nie von der Qualität deiner Inhalte gehört hat. Mit uns spielst du zukünftig in der Oberliga der Blogger-Szene. Die Menschen werden in Zukunft fragen, ob dein Blog nicht schon immer auf einer Stufe mit Bild, Stern und ntv als Newsquelle stand.

Als besonderes Schnupper-Angebot für die ersten zehn Teilnehmer, bieten wir für einen leistungsgerechten Aufpreis die Option an, dass wir nie wieder über sie schreiben. Teilnehmer, die eine besonders intensive Beratung benötigen, werden von uns in einer extra Sektion auf der Website als Gold-Partner verlinkt.

Sichert euch auch jetzt das exklusive Schleuderangebot für Letztwähler (Ü50-Blogger) und erhaltet vorab euer Einsteiger-Kit, um rechtssicheres Archivmaterial erstellen zu können.

Dieses Angebot gilt nur am heutigen Tage zum Einsteigerpreis von €2.499,95 und nur solange der Vorrat reicht.

Update #1

Der Andrang hat uns wirklich überrascht und die Kurse sind bereits für Jahre voraus ausgebucht. Vielen Dank für euer Vertrauen.

RANTgebiet ist wie eine Swingerparty - alles kann, nichts muss

Heinrich schrieb über uns:

Man soll den Autoren nun Stoff und Blogger liefern

Das klingt gut. Ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Unsere Worte waren:

 Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass euch etwas oder jemand nervt, ihr dies aber nicht so unverblümt ins Internet schreiben wollt?

Damit wollen wir euch eine Möglichkeit bieten, eure Gedanken ins Internet zu schreiben. Natürlich nur, solange es im kritischen, aber außerhalb des beleidigenden Spektrums bleibt. Eine Möglichkeit zu bekommen, bedeutet nicht, dass wir das nicht auch ohne euch hinbekommen.

Allerdings sind wir nicht in jeder Bubble vertreten und bekommen manche Aufreger einfach gar nicht mit. Deshalb nehmen wir auch gerne Links entgegen, schreibt uns dazu, was euch dazu aufregt und wir schreiben dann eventuell auch selbst etwas dazu.

Die Autoren schimpfen gerne und völlig zurecht auf KI-Blogs, wo aber liegt nun der Unterschied, ob ich KI oder andere Autoren für mich arbeiten lasse?

Der Unterschied liegt darin, dass es um echte Inspiration und nicht um maschinell erstellte und zufallsbedingte Phrasen geht. Das überlassen wir gerne anderen.

In eigener Sache: Rantet mit uns!

Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass euch etwas oder jemand nervt, ihr dies aber nicht so unverblümt ins Internet schreiben wollt?

Dann schreibt uns. Unsere E-Mail-Adresse findet ihr, wie immer, in unserem Feed.

Schickt uns gerne “schöne” Blogposts oder schickt uns euren Rant. Schickt auch gerne einen Namen, unter dem ihr euren Text veröffentlicht haben wollt. Gerne direkt als Markdown.

Aber vergesst nicht: Unser Archivierungserklärbär wird von allem ein rechtssicheres Backup machen. Wir nehmen uns das Recht heraus, in Absprache mit euch, rechtskritische Texte so anzupassen, dass sie ins Internet passen.

Was wir nicht öffnen oder anklicken werden, sind proprietäre Dokumentenformate wie .docx oder Links zu externen Diensten wie Google Docs, da sie Daten leaken könnten.

Lass das Kribblen bleiben!

Einer unserer Erklärbären hat heute einen gar wunderbaren Kommentar abgegeben:

Hallo Uwe, das ist ein fantastischer Artikel. Den habe ich sehr gern gelesen.

Also dachten wir uns: “welch fantastisches Meisterwerk müssen wir jetzt lesen?”
Am Ende fragten wir uns, was an dem Text so fantastisch war. Waren es vielleicht diese fantastischen Texte im Bild, wie “Echte Urasshen”, “Verylaich mit anderen”, “Fehlenge Bastellen”, “Velorener Ursrung (Algotthrishm statt Herz)”?
Oder gar fantastische Fakten wie “Zurück zum Ursruhen”, “Schreiben ohmer Pubilium”, “Qualiäit > Qantität”, “Reauution egal/zu wichtit”, “Schreiben = schelite Arbeit”, “3+ Punite? Du bist nicht allen.”.
Da stellt sich am Ende wirklich die Frage: “Aufhören oider weitmachen?” Wir machen weiter, weil: “Manzmim is un Projekt beendet. Oder brauhe eine neue Form. Weiterenveisckung. Lass das Kribblen bleiben.”

Entschuldigt bitte diesen geistigen Unsinn, aber wir zitieren hier nur die wichtigsten Fakten aus dem Artikel, zusammengefasst in einer wunderbaren Grafik. Erstellt hat sie bestimmt der Autor in mühevoller Kleinarbeit, während er sich von seinem Blogger-Burnout erholt.

Dieser Burnout macht sich laut seiner KI, denn selbst geschrieben hat er den Text schließlich nicht, so sehr er auch versucht, es zu verschleiern, durch fehlende Resonanz bemerkbar. Und weil er sich zu sehr mit anderen vergleicht. Außerdem glaubt die KI, dass er gleichzeitig Autor, Grafiker, SEO-Experte, Social-Media-Manager, Techniker und Marketingstratege sein müsse.

Stimmt. Das ist so viel Arbeit, dass er natürlich Google-Werbung auf seinem Blog hat. Da ist Uwe nach dem Bloggen auch damit beschäftigt, Platz auf seinem Konto zu schaffen, für die Fantastillionen an Geld, die diese Banner erwirtschaften. Und damit mehr Leser kommen, muss man mehr in seinen Blog schreiben. Aber das geht nicht, weil er ein Blogger-Burnout hat. Ein Teufelskreis.

Was aber hilft da? Natürlich gibt es bereits einen Blogpost zum Slow-Blogging aus unserem Lieblingsforum. Natürlich ist auch dieser wieder KI-generiert. Schreibt dort überhaupt noch irgendjemand selbst oder sind alle damit beschäftigt, unsere Identitäten aufzudecken? Prioritäten. So wichtig.

Niemand von uns im Rantgebiet wünscht einem anderen Menschen psychische Krankheiten. Aber hier ein wirklich gut gemeinter Rat von uns: Wenn ihr nichts zu sagen oder zu schreiben habt, lasst es doch bleiben. Quält euch nicht. Und vor allem quält uns nicht mit eurem degenerierten KI-Abfall im Internet.

Während wir das hier verfassen, schreibt ausgerechnet der nächste Erklärbär einen Kommentar, dass er auch bereits einen Burnout hatte. So liest sich sein Blog auch.

Update #1:

Da Uwe seine Fehler natürlich nicht öffentlich eingesteht, still und heimlich sein Bild ausgetauscht hat und wir schließlich rechtssicher archivieren, gibt es für die Leser die erste Version des Artikels hier zum Anschauen.

Aber es ist natürlich schön blöd, wenn man ein degeneriertes KI-Bild durch ein anderes KI-Bild austauscht und man an “Erschöpirung und Antriebslosigkeit” leidet, dann ist der “Lelstungsdruck” von außen unangenehm hoch. Mach gerne weiter, wir haben unseren Spaß und genieß dein “vorrbeugen”.

Wie man alles outsourced und trotzdem 'selbst' macht

Wow. Es ist Dienstag und auf einmal war es da: ein mutiges, bahnbrechendes Manifest aus den Tiefen der digitalen Selbstreflexion. Wirklich selten hat jemand so konsequent nichts gesagt und es dabei geschafft, sich selbst dafür auf die Schulter zu klopfen.

Wir nehmen das mal auseinander:

Es hat lange gedauert, bis ich mich mit der KI angefreundet habe.

Ahja. Die klassische Heldenreise. Erst Skepsis, dann Akzeptanz, dann siegt doch Nutzung von exakt den zwei bekanntesten Tools, die mittlerweile wirklich jeder benutzt. ChatGPT und Gemini. Mutig. Wirklich mutig. Fast so, als hätte jemand gesagt: “Ich habe lange gebraucht, um mich mit dem Internet anzufreunden. Jetzt nutze ich Google.”

Ich nutze die KI zur Ideenfindung und zum Coden.

Ach was. Wirklich? Ideenfindung UND Coden? Krass. Also im Prinzip für alles, was schwierig ist. Das ist ja, als würde jemand sagen: “Ich benutze ein Messer zum Schneiden.”

Warum sollte ich sie nicht nutzen, wenn sie meine Arbeit noch besser macht?

Ja, warum eigentlich nicht? Vielleicht weil dieser Satz ungefähr die argumentative Tiefe eines Glückskekses hat. Jeder ist seines Glückes KI. Oder wie war das?

Ich möchte aber betonen, dass ich keine Beitragstexte generieren lasse.

Ahhh, da ist sie. Die moralische Reinwaschung. “Ich benutze KI für alles, aber NICHT für Texte!” Das ist wie wenn man sagt: “Ich koche komplett selbst. Aber schneiden, würzen und abschmecken macht jemand anders.”

Und dann noch dieses verzweifelte Festhalten am eigenen Schreibstil, während gleichzeitig zugegeben wird, dass man “ohne KI oft textlich aufgeschmissen” wäre. Ja, klingt absolut nach einem unverwechselbaren Stil. So unverwechselbar, dass ihn sonst keiner hat. Niemals.

Und dann war da ja noch der Teil mit dem Coding…

Ich habe die Navigation, den Slider und den Textbereich mithilfe einer KI erstellen lassen.

Also am Ende für die komplette Seite. Aber keine Sorge, denn der Blogtext ist handgeschrieben, nur die Idee dazu kommt von der KI. Prioritäten wurden auf jeden Fall gesetzt.

Mit den richtigen Prompts funktioniert es auch ganz gut.

Ach, wirklich? Man muss einem Programm sagen, was es tun soll? Kennt man vom Navi, nur dass das Programm einem dort sagt, was man tun soll.
“Bitte jetzt links abbiegen.”

Und natürlich der obligatorische Satz am Ende: “Die KI ist nicht fehlerfrei.”
Wow. Danke. Wirklich. Als Nächstes heißt es noch das Wasser nass ist.

Fassen wir zusammen:
“Ich habe KI entdeckt”
“Ich benutze KI”
“Ich rechtfertige, dass ich KI benutze”
“Ich bin trotzdem noch ich. Versprochen!”

Unterm Strich ist das ein verzweifelter Balanceakt zwischen “Ich nutze die KI für fast alles” und “Bitte denkt trotzdem, dass ich das hier alles alleine kann.”